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- die Funktechnischen Truppen / FuTT--
 
 
 



         
  In den LSK/LV NVA wurden andere Wege gewählt.
Aus den Funktechnischen Regimentern wurde die FuTK in der Nähe von Flugplätzen herausgelöst und in die Jagdflieger-oder Jagdfliegerausbildungsgeschwader eingegliedert.

So ergab es in der 3. LVD die Abgabe je einer FuTK an JG-2 und JG-9 aus dem FuTR-2.
In der 1. LVD wurde das FuTR-4 aufgelöst.
Zu dem bereits vorhandenen FuTB-1 mit 6 FuTK wurde das FuTB-2 mit 5 FuTK gebildet.
Vier FuTK des FuTR-4 kamen in die Jagdfliegergeschwader JG-1, JG-3, JG-7, JG-8.
Zwei FuTK des FuTR-4 gingen an die Offiziersschule Kamenz/Bautzen in deren Jagdfliegerausbildungsgeschwader-15 und -25.

Jedoch sollte sich diese Organisationsform in der Folgezeit als ungeeignet herausstellen. Da das Funkmesssystem zerrissen wurde, kam es zu einer schwierigeren Bearbeitung der Luftlage. Die Einführung des AFLS "WOSDUCH" brachte dann ab 1965 eine weitere Offenlegung von Unzulänglichkeiten dieser Organisationsform, da das System so nicht voll wirksam werden konnte.

Veränderungswünsche des damaligen Chef FuTT, Major Süß, im Frühjahr 1967 brachten keine positive Entscheidung.

Erst Anfang der 70er Jahre reifte der Entschluß einer Neustrukturierung der FuTT.
Ausgangspunkte waren:.
  • wo werden welche Informationen der Luftlage benötigt, um zweckmäßige Entschlüsse zur Bekämpfung gegnerischer Luftangriffsmittel fassen zu können ;
  • aus welchen Räumen müssen diese Informationen vorliegen, damit ein effektiver Einsatz von FRT und JFK in deren Hauptrichtungen gewährleistet ist;
  • mit welcher Aktualität müssen diese Informationen dargestellt werden
  • die manuelle und automatisierte Bearbeitung und Darstellung der Luftlage muss gewährleistet sein;
  • das Zusammenwirken von FRT und JFK in einer Zone bilden einen besonderen Schwepunkt
  • das Zusammenwirken mit der Truppenluftabwehr und den JFK der GSSD mussten verwirklicht werden
  • alles sollte mit dem geringsten Aufwand an Kräften und Mitteln durchführbar sein.

    Unterstützung fanden die Vorbereitungen auch durch einen Besuch des Chefs FuTT der LV Sowjetarmee, GL Beregowoi, bei seinen Gesprächen mit den Verantwortlichen der LSK/LV und der NVA.

    Das Führungsorgan des Chef FuTT im Kdo LSK/LV erhielt erst einmal eine neue Struktur ab 1972:.
  • Chef FuTT
    mit.
  • Stellv. CFuTT und Leiter Abt. Ausbildung
    mit Unterabteilung Führung/Einsatz und Unterabteilung Ausbildung
    sowie
  • Leiter Funkmessingenieurdienst
    mit
    Unterabteilung Funkmesstechnik und Unterabteilung AFLS

    Diese Struktur wurde bis zur Auflösung 1990 beibehalten.

    Der Chef FuTT führte vom/über das Aufklärungs-und Informationszentrum (AIZ) des ZGS LSK/LV die FuTT bei der Luftraumaufklärung, der Funkmesssicherstellung der Führung und der Funkmesssicherstellung der FRT und JFK.

    Er hatte die Meldung der Luftlage an vorgesetzte Gefechtsstände in automatisierter und/oder nichtautomatisierter Form durchführen zu lassen und die Benachrichtigung der Luftlage an unterstellte oder zusammenwirkende Gefechtsstände zu organisieren.

    Nachgeordnet führte der Chef FuTT der LVD auch über sein AIZ im Divisionsgefechtsstand.

    In den Luftverteidigungsdivisionen wurden Funktechnische Bataillone gebildet, dessen Gefechtsstände gemeinsam mit den Gefechtsständen von Jagdfliegergeschwadern oder Fla-Raketen-Verbänden betrieben wurden.
    bei 1. LVD:.
  • FuTB-31 mit 4 FuTK und Gefechtsstand mit JG-3 in Döbern.
  • FuTB-41 mit 4 FuTK und Gefechtsstand mit JG-1 in Schönewalde/Holzdorf
  • FuTB-51 mit 5 FuTK und Gefechtsstand mit FRR-51/51. FRBr Sprötau
  • FuTB-61 mit 4 FuTK und Gefechtsstand mit JG-8 in Müncheberg

    Bei der 3. LVD:
  • FuTB-23 mit 3 FuTK und Gefechtsstand mit JG-2 in Pragsdorf
  • FuTB-33 mit 4 FuTK und Gefechtsstand mit JG-9 in Pudagla
  • FuTB-43 mit 4 FuTK und Gefechtsstand mit FRR-13 in Dargelütz/Parchim

    In allen zur Westgrenze vorgelagerten FuTK wurden Jägerleitstellen eingerichtet zur Gefechtsführung der Jagdfliegerkräfte.

    In den neu aufgestellten Fla-Raketen-Brigaden-41 ( Ladeburg) und -43 (Rövershagen) konnte durch Aufstellung eigener Funktechnischer Abteilungen ( FuTA) eine Verbesserung der Funkmesssicherstellung FRT erreicht werden.
    Diese FuTA hatten die Aufgabe, Informationen über die Luftlage aus definierten FuTK unterschiedlicher FuTB direkt zu empfangen, zu bearbeiten und zur Entschlussfassung ( besonders auf den AFS der FRT und JFK) darzustellen und die Funkmesssicherstellung der Feuerleitung zu gewährleisten.

    Mit Einführung der Jagdbomberkräfte für die Frontfliegerkräfte, fanden dort weitere FuTK ihre Aufstellung:
  • FuTK-37 Striesow für JBG-37 Drewitz
  • FuTK-77 Laage für JBG-77 Laage
  • FuTK-28 Saal/Groß Mohrdorf für MFG-28

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